Ritual Steel - A Hell of a Knight |
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Metalspheres Info-Box |
Genre |
Heavy Metal |
Label | Miskatonic Foundation |
Rezensent |
Dennis |
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Yes! Da hat uns der gute Rich Walker in unserem Interview gewiss nicht zu viel versprochen. Von einem Killeralbum zu sprechen mag zwar etwas �bertrieben klingen, aber Spa� macht "A Hell of a Knight" allemal. Wi�t Ihr, was ich am Heavy Metal so mag? Wenn er eben nicht ganz perfekt und spiegelglatt klingt, eben gerade so, als w�rden sich einige Leute einfach ihre Instrumente schnappen und drauf losjammen. Dies ist bei Ritual Steel der Fall, denn "A Hell of a Knight" klingt zwar nicht ganz ausgereift, �berzeugt aber daf�r vor allem mit seinem fetten Gitarrenspiel und solidem Songwriting.
Wer die Band schon etwas l�nger kennt, wei�, da� es bei ihnen schon immer recht true und klischeehaft zuging. Folglich war nat�rlich auch von ihrem Debut nichts anderes zu erwarten, und so f�llt schonmal das ein oder andere Wort, das getrost auch auf jeder x-beliebigen Manowar-Scheibe gefunden werden kann. Als Einfl�sse auf ihre Musik benennt die Band gleich eine Reihe von Gruppen, die sowohl aus Amerika, Deutschland als auch England stammen. W�hrend Sascha Maurer (bekannt unter anderem auch durch seine vielerorts gef�rchteten Verrisse im Hellion Katalog) gesanglich zwischen J.D.Kimball, Udo Dirkschneider und Bruce Dickinson schwankt, ordnen sich die Gitarrenriffs vor allem im amerikanischen 80er Metal ein. Gerade hier zeigen Ritual Steel ihre St�rken, denn was der inzwischen von der Band gefeuerte Dirk Johannsen und Timo "Tipton" Tippmann (man verzeihe mir das durchaus gut gemeinte Wortspiel) in diesem Bereich abliefern klingt nicht nur druckvoll und unverbraucht, sondern auch spontan und ungezwungen. Ansonsten macht auch der Gesamtsound alles andere als einen eint�nigen Eindruck, von ruhigeren Songparts �ber Midtempokracher bis hin zu High-Speed-Granaten ist alles vorhanden. Bleibt festzustellen, da� "A Hell of a Knight" alles in allem einige recht starke Nummern vorweisen kann, auch wenn man bei vereinzelten St�cken wie "Commandment of the solar Maiden" oder "No Escape" den Refrain noch etwas besser h�tte ausarbeiten k�nnen.
Schade auf jeden Fall, da� es Ritual Steel bei ihrem Debut nicht auf mehr als 8 Songs gebracht haben, denn "A Hell..." macht auf jeden Fall Lust auf mehr. Und das Kampfesl�rm-Intro, das sp�testens seit "Nightfall in Middle Earth" eigentlich ausgelutscht sein sollte, kann man nicht wirklich dazuz�hlen. Wenn die Jungs weiter so arbeiten wie bisher, Sascha in den h�heren Lagen noch etwas an seinem Gesang pfeilt und das Niveau von "Master Rage" oder "T.W.O.N." auch �ber ein komplettes Album gehalten werden kann, dann wird der Weg sicherlich steil nach oben f�hren. Wer kein Problem mit den powermetal-typischen Klischees hat und zudem auf klassischen Metal steht, kann hier beherzt zugreifen.
Zu beziehen �ber Hellion Records.
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